AGB & Widerrufsbelehrung
Teil 1: Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Stand: Februar 2026 | Geltungsbereich: Österreich und EU
§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge, die zwischen
Triptha Sharma
Richard-Wagner-Platz 4/10, 1160 Wien, Österreich
E-Mail: [email protected]
(nachfolgend „Auftragnehmer")
und natürlichen oder juristischen Personen (nachfolgend „Auftraggeber" oder „Kunde") über die Erbringung von Beratungs- und Prozessbegleitungsleistungen im Bereich Online-Reputation-Management geschlossen werden.
(2) Diese AGB gelten sowohl gegenüber Unternehmern im Sinne des § 1 UGB als auch gegenüber Verbrauchern im Sinne des § 1 Abs. 1 Z 2 KSchG. Abweichende Regelungen zugunsten von Verbrauchern nach dem KSchG und FAGG bleiben unberührt.
(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Auftraggebers werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, ihrer Geltung wird ausdrücklich schriftlich zugestimmt.
§ 2 Leistungsbeschreibung
(1) TrustBridge Consulting erbringt Beratungs- und Prozessbegleitungsleistungen im Bereich Online-Reputation-Management. Die Leistungen umfassen insbesondere:
- Analyse und Dokumentation von Online-Bewertungen auf Plattformen wie Google, Trustpilot und vergleichbaren Diensten
- Rechtlich zulässige Prüfung von Bewertungen auf mögliche Verstöße gegen Plattformrichtlinien (z. B. Fake-Bewertungen, Beleidigungen, unwahre Tatsachenbehauptungen)
- Vorbereitung und Einreichung von Meldungen und Anfragen bei Plattformbetreibern im Rahmen der jeweils geltenden Plattformrichtlinien
- Dokumentation des Prozesses und transparente Kommunikation über den Bearbeitungsstand
- Beratung zu Maßnahmen zur langfristigen Pflege der Online-Reputation
(2) Ausdrücklicher Hinweis – keine Rechtsberatung: TrustBridge Consulting erbringt keine Rechtsberatung im Sinne des österreichischen Rechtsanwaltsgesetzes (RAO). Die angebotenen Leistungen stellen Prozessbegleitung und Beratung im kaufmännischen Sinne dar. Bei rechtlichen Fragestellungen wird die Hinzuziehung eines zugelassenen Rechtsanwalts empfohlen.
(3) Keine Erfolgsgarantie: TrustBridge Consulting schuldet eine sorgfältige Leistungserbringung (Dienstvertrag), nicht jedoch einen bestimmten Erfolg (kein Werkvertrag). Insbesondere wird keine Garantie dafür übernommen, dass Bewertungen durch Plattformbetreiber entfernt, geändert oder gesperrt werden. Die Entscheidung über die Bearbeitung von Meldungen liegt ausschließlich beim jeweiligen Plattformbetreiber. Bearbeitungszeiten können von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen betragen.
§ 3 Vertragsschluss
(1) Die Darstellung der Leistungen auf der Website stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine unverbindliche Aufforderung zur Kontaktaufnahme dar (invitatio ad offerendum).
(2) Der Vertrag kommt durch schriftliche (auch per E-Mail) Auftragsbestätigung durch TrustBridge Consulting zustande. Mündliche Nebenabreden bedürfen der schriftlichen Bestätigung.
(3) Der Auftraggeber erklärt mit Vertragsschluss, dass die von ihm übermittelten Informationen und Unterlagen wahrheitsgemäß und vollständig sind.
§ 4 Mitwirkungspflichten des Auftraggebers
(1) Der Auftraggeber ist verpflichtet, alle für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Unterlagen und Zugangsdaten rechtzeitig und vollständig zur Verfügung zu stellen. Dazu zählen insbesondere:
- Links zu den betreffenden Bewertungen
- Belege und Nachweise, die die Unrichtigkeit oder Unzulässigkeit einer Bewertung belegen
- Angaben zur Unternehmensidentität und zum betroffenen Profil
(2) Verzögerungen, die auf mangelnde Mitwirkung des Auftraggebers zurückzuführen sind, gehen nicht zu Lasten von TrustBridge Consulting. Vereinbarte Fristen verlängern sich entsprechend.
§ 5 Vergütung und Zahlungsbedingungen
(1) Die Vergütung richtet sich nach der im Einzelfall getroffenen Vereinbarung. Alle Preise verstehen sich, sofern nicht anders angegeben, in Euro (EUR) inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer (sofern anwendbar).
(2) Rechnungen sind, sofern nicht anders vereinbart, innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung ohne Abzug zu begleichen.
(3) Bei Zahlungsverzug sind Verzugszinsen in der gesetzlichen Höhe (§ 456 UGB für Unternehmer; § 1000 ABGB für Verbraucher) geschuldet.
(4) Eine Aufrechnung mit Gegenforderungen ist nur zulässig, wenn diese rechtskräftig festgestellt oder von TrustBridge Consulting anerkannt wurden.
§ 6 Vertraulichkeit und Diskretion
(1) TrustBridge Consulting behandelt alle im Rahmen der Zusammenarbeit erhaltenen Informationen des Auftraggebers streng vertraulich und gibt diese nicht ohne ausdrückliche Zustimmung an Dritte weiter, soweit dies nicht zur Leistungserbringung (z. B. Meldung bei Plattformbetreibern) erforderlich ist.
(2) Diese Vertraulichkeitsverpflichtung gilt auch nach Beendigung des Vertragsverhältnisses fort.
(3) Der Auftraggeber ist seinerseits verpflichtet, Informationen über die Zusammenarbeit vertraulich zu behandeln, soweit nicht gesetzliche Offenlegungspflichten bestehen.
§ 7 Haftungsbeschränkung
(1) TrustBridge Consulting haftet für Schäden, die durch leichte Fahrlässigkeit verursacht wurden, nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). In diesen Fällen ist die Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
(2) Die Haftungsbeschränkung gilt nicht für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen.
(3) Gegenüber Verbrauchern im Sinne des KSchG gelten die gesetzlichen Haftungsbestimmungen uneingeschränkt.
(4) TrustBridge Consulting übernimmt keine Haftung für Entscheidungen von Plattformbetreibern (z. B. Google) über die Bearbeitung oder Ablehnung von Meldungen. Diese Entscheidungen liegen ausschließlich im Ermessen der jeweiligen Plattform.
§ 8 Geistiges Eigentum und Nutzungsrechte
(1) Alle im Rahmen der Leistungserbringung erstellten Unterlagen, Berichte, Dokumentationen und Konzepte bleiben bis zur vollständigen Bezahlung des vereinbarten Honorars Eigentum von TrustBridge Consulting.
(2) Nach vollständiger Bezahlung erhält der Auftraggeber ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht an den für ihn erstellten Unterlagen für den vereinbarten Verwendungszweck.
§ 9 Datenschutz
Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und dem österreichischen Datenschutzgesetz (DSG). Einzelheiten entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung.
§ 10 Laufzeit und Kündigung
(1) Einzelaufträge enden mit vollständiger Erbringung der vereinbarten Leistung.
(2) Dauerschuldverhältnisse können von beiden Seiten mit einer Frist von 14 Tagen zum Monatsende schriftlich gekündigt werden, sofern keine andere Frist vereinbart wurde.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn der Auftraggeber seinen Zahlungsverpflichtungen trotz Mahnung nicht nachkommt oder falsche Angaben gemacht hat.
§ 11 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Für Verbraucher gilt das Recht des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, soweit dieses zwingende Verbraucherschutzvorschriften enthält.
(2) Gerichtsstand für Streitigkeiten mit Unternehmern ist Wien, Österreich. Für Verbraucher gilt der gesetzliche Gerichtsstand gemäß § 14 KSchG.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine wirksame zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt (§ 6 Abs. 3 KSchG).
(4) Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Schriftform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Schriftformerfordernisses.
(5) Information gemäß Alternative-Streitbeilegung-Gesetz (AStG): Wir sind zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle gesetzlich nicht verpflichtet und nehmen an einem solchen Verfahren auch nicht freiwillig teil.
Teil 2: Widerrufsbelehrung für Dienstleistungen
Gemäß §§ 11–16 Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetz (FAGG) | Stand: Februar 2026
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.
Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns
Triptha Sharma
Richard-Wagner-Platz 4/10, 1160 Wien, Österreich
E-Mail: [email protected]
mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das nachstehende Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
Ausdrücklicher Wunsch zum vorzeitigen Leistungsbeginn
Bei Dienstleistungsverträgen, die im Fernabsatz oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen werden, beginnen wir mit der Ausführung der Dienstleistung grundsätzlich erst nach Ablauf der 14-tägigen Widerrufsfrist.
Wenn Sie ausdrücklich wünschen, dass wir mit der Ausführung der Dienstleistung bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnen sollen, müssen Sie uns dies schriftlich (z. B. per E-Mail) mitteilen und dabei ausdrücklich bestätigen, dass Sie zur Kenntnis nehmen, dass Ihr Widerrufsrecht mit vollständiger Erbringung der Dienstleistung erlischt.
Erlöschen des Widerrufsrechts (Rückzugsrechts)
Das Widerrufsrecht (in Österreich auch als „Rücktrittsrecht" oder „Rückzugsrecht" bezeichnet) erlischt bei Dienstleistungsverträgen in folgenden Fällen vollständig (§ 18 Abs. 1 Z 1 FAGG):
- Die Dienstleistung wurde von uns vollständig erbracht,
- und Sie haben vor Beginn der Leistungserbringung ausdrücklich zugestimmt, dass wir mit der Ausführung vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnen,
- und Sie haben gleichzeitig zur Kenntnis genommen und bestätigt, dass Ihr Widerrufsrecht mit vollständiger Erfüllung des Vertrags durch uns erlischt.
Liegen alle drei Voraussetzungen vor, ist ein Widerruf nach vollständiger Leistungserbringung ausgeschlossen. Wir werden Sie vor Beginn der Leistung stets ausdrücklich auf diese Rechtsfolge hinweisen und Ihre Bestätigung einholen.
Muster-Widerrufsformular
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)
Stand: Februar 2026 | TrustBridge Consulting, Wien
Rechtsgrundlagen: ABGB, KSchG, FAGG, UGB, DSGVO, EU-Verbraucherrechterichtlinie 2011/83/EU